Hate Speech, erfundene Gerüchte oder täuschend echte Deepfakes sind keine Randerscheinungen mehr – sie können gezielt gegen Influencer:innen und Personen des öffentlichen Lebens eingesetzt werden. Doch ab wann wird aus einem „Shitstorm“ eine rechtswidrige Persönlichkeitsverletzung? Und wie können sich Betroffene effektiv wehren?
Fallbeispiel: Rufmord durch Deepfake-Video
Eine bekannte Influencerin wird plötzlich mit einem Video konfrontiert, das sie bei angeblich illegalem Verhalten zeigt. Die Aufnahme verbreitet sich rasant auf Plattformen wie TikTok und X (ehem. Twitter). Erst bei genauer Analyse stellt sich heraus: Es handelt sich um ein manipuliertes Deepfake-Video – erstellt mithilfe öffentlich verfügbarer Bilder und KI-Technologie. In den Kommentaren wird sie beleidigt, diffamiert und mit Fake-News überzogen.
Der Schaden ist enorm: Werbepartner pausieren Kampagnen, Follower wenden sich ab – und das Vertrauen in die Marke der Influencerin erodiert. Jetzt ist nicht nur Persönlichkeitsrecht verletzt, sondern auch das wirtschaftliche Fundament bedroht.
Welche Rechte greifen bei digitalem Rufschaden?
Ob Falschbehauptung, verleumderischer Kommentar oder Deepfake: Wer Unwahrheiten verbreitet oder das Bild einer Person manipuliert, greift in deren Recht am eigenen Bild und die persönliche Ehre ein. Je nach Ausmaß und Verbreitung kommen Ansprüche auf Unterlassung, Gegendarstellung, Löschung und Schadensersatz in Betracht.
Strategien zur Verteidigung gegen digitale Angriffe
- Beweissicherung: Screenshots, URLs, Downloads des Materials
- Plattformbeschwerden: Nutzung der Meldewege auf TikTok, Instagram & Co.
- Rechtliche Schritte: Abmahnung, Unterlassungsklage, Strafanzeige bei Persönlichkeitsverletzung
- Öffentliche Klarstellung: In enger Abstimmung mit juristischer Beratung

Sie sind betroffen? Jetzt rechtlich gegen Rufschädigung vorgehen!
Fazit: Digitale Grenzen sind auch rechtliche Grenzen
Influencer:innen sind keine Freiwild-Zielscheiben für Hate Speech oder digitale Manipulation. Wer Opfer von Deepfakes oder Diffamierung wird, sollte nicht zögern, sich juristisch zur Wehr zu setzen – schnell, fundiert und sichtbar. Wir unterstützen Sie dabei mit einer rechtlichen Ersteinschätzung und vertreten Ihre Rechte gegenüber Plattformen und Tätern.

