Markenrecht

Markenrecht im Influencer-Kontext ist ein Werkzeug für Eigenvermarktung (Markenschutz, Branding, Merchandising) und gleichzeitig ein Risikofaktor, wenn fremde Marken unzulässig genutzt werden.

Das Markenrecht ist im Influencer-Kontext fast genauso wichtig wie das Urheberrecht, weil es sowohl beim Aufbau eigener Marken als auch bei Kooperationen mit Unternehmen eine zentrale Rolle spielt. Die wichtigsten Punkte gegliedert:

1. Eigene Marken entwickeln & schützen

Viele Influencer nutzen ihren Namen, ein Pseudonym oder ein Logo als Marke:

  • Namensschutz: Influencer können ihren Künstlernamen oder Slogan als Marke eintragen lassen (z. B. für Mode, Kosmetik, Food, Fitness-Produkte).
  • Logo & Branding: Designs, Hashtags oder ein bestimmtes Corporate Design lassen sich als Marke schützen.
  • Merchandise & Produkte: Wer T-Shirts, Kosmetiklinien oder Supplements vertreibt, braucht markenrechtlichen Schutz, um Nachahmer abzuwehren.

Vorteil: Mit einer eingetragenen Marke kann der Influencer rechtlich gegen Plagiate, Fake-Shops oder unbefugte Nutzung seines Namens vorgehen.

Wir sind nicht nur Profis im Influencerrecht, sondern selbstverständlich Experten im Markenrecht. Nutzen Sie eine Erstberatung!

2. Nutzung fremder Marken im Content

  • Kennzeichnungspflicht: Wenn Influencer Markenprodukte zeigen oder bewerben, müssen sie deutlich machen, ob es sich um Werbung handelt.
  • Markenverletzung: Eine Marke darf nicht in einer Weise genutzt werden, die den Ruf der Marke schädigt oder eine Verwechslungsgefahr erzeugt.
  • Hashtags & Tagging: Auch die Verwendung von Markennamen in Hashtags oder Beschreibungen kann problematisch sein, wenn es den Eindruck einer Kooperation erweckt, die gar nicht existiert.

3. Kooperationen & Lizenzfragen

  • Unternehmen gewähren Influencern oft Lizenzen zur Nutzung von Marken, z. B. für Kampagnen oder Produktvorstellungen.
  • Umgekehrt müssen Influencer in Kooperationen genau regeln, ob und wie das Unternehmen ihren Namen oder ihr Logo verwenden darf.
  • Streitpunkt: Dauer, Reichweite und Exklusivität solcher Nutzungsrechte.

4. Abmahnungen & Konflikte

Im Influencer-Marketing sind markenrechtliche Abmahnungen häufig, z. B. wegen:

  • unzulässiger Nutzung fremder Logos in Posts oder Videos,
  • Verkauf von Produkten mit geschützten Markenbezeichnungen (z. B. „Gucci-Lookalike“),
  • Verwendung geschützter Begriffe als Domain oder Social-Media-Handle.

5. Internationaler Aspekt

Die meisten Plattformen sind global – daher spielt auch internationales Markenrecht eine Rolle.

  • Influencer, die weltweit Reichweite haben oder Produkte verkaufen, müssen prüfen, in welchen Ländern ihr Markenname geschützt ist.
  • Ohne internationale Registrierung können Nachahmer im Ausland die Marke für sich eintragen.
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