Medienrecht

Das Medienrecht im Influencerbereich ist das Regelwerk für öffentliche Kommunikation. Es stellt sicher, dass Inhalte wahr, transparent, jugendgerecht und rechtmäßig verbreitet werden. Für Influencer bedeutet das: Wer veröffentlicht, trägt auch medienrechtliche Verantwortung – von der Kennzeichnungspflicht über Rundfunkfragen bis hin zum Jugendschutz.

Das Medienrecht ist im Influencer-Bereich besonders wichtig, weil Influencer im Kern Medienakteure sind: Sie veröffentlichen, verbreiten und gestalten Inhalte, die eine große Öffentlichkeit erreichen. Dabei greifen unterschiedliche Teilbereiche des Medienrechts – vom Presserecht bis hin zu Rundfunk- und Plattformregulierungen.

Hier die wichtigsten Aspekte:

1. Veröffentlichung & Verantwortlichkeit

  • Influencer tragen die rechtliche Verantwortung für ihre Inhalte – egal ob Text, Bild, Video oder Livestream.
  • Medienrechtlich relevant sind u. a.:
    • Wahrheitspflicht (keine Verbreitung unwahrer Tatsachen)
    • Schutz von Persönlichkeitsrechten Dritter (keine Verleumdungen, Beleidigungen, unzulässige Bildnutzung)
    • Urheberrechtliche und markenrechtliche Grenzen bei der Content-Erstellung

2. Rundfunk- & Streamingrecht

  • Wer regelmäßig Livestreams veranstaltet (z. B. Gaming, Talk-Formate, Shows), kann unter Umständen als „Rundfunkveranstalter“ gelten.
  • Das bedeutet: Es können Lizenzpflichten bei den Landesmedienanstalten bestehen, abhängig von Reichweite, Regelmäßigkeit und journalistischem Charakter.
  • Plattformen wie Twitch oder YouTube-Livestreams bewegen sich hier in einem rechtlich sensiblen Bereich.

3. Werberegulierung & Transparenz

  • Das Medienrecht überschneidet sich stark mit dem Wettbewerbsrecht: Werbung muss klar als solche erkennbar sein.
  • Zusätzlich gibt es medienrechtliche Vorschriften zur Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten.
  • Verstöße können nicht nur abgemahnt, sondern auch von Medienaufsichtsbehörden sanktioniert werden.
Sie tragen rechtliche Verantwortung für ihre Inhalte? Wir sind Fachanwälte und beraten Sie als Medienakteure.

4. Plattformregulierung & Haftung

  • Influencer unterliegen den Regeln der Plattformen (YouTube, Instagram, TikTok etc.), die teilweise medienrechtliche Vorgaben umsetzen müssen.
  • Themen wie Hassrede, Jugendschutz, Desinformation oder algorithmische Transparenz werden zunehmend medienrechtlich reguliert.
  • Influencer müssen beachten, dass Verstöße zu Sperrungen, Content-Löschungen oder sogar rechtlichen Verfahren führen können.

5. Jugendschutz & Altersfreigaben

  • Inhalte dürfen keine unzulässigen Inhalte für Kinder und Jugendliche enthalten (z. B. Gewalt, Pornografie, Glücksspiel).
  • Werbung für Alkohol, Tabak oder bestimmte Finanzprodukte ist streng reglementiert.
  • Jugendschutzbehörden und Medienanstalten kontrollieren zunehmend Influencer-Content.

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